Tarifvertrag münchner bank

Das Ergebnis ist ein umfassendes Paket, das eine zweistufige Lohnerhöhung von 4 % über 29 Monate, eine höhere Vergütung und Beschäftigungsaussichten für Auszubildende, Maßnahmen zur Vorbereitung der Arbeitnehmer auf den digitalen Übergang und künftige Verhandlungen über die Aktualisierung der betrieblichen Altersversorgungssysteme und einen spezifischen Tarifvertrag über maßgeschneiderte Ausbildungsmöglichkeiten enthält. Die Gewerkschaften des Sektors nahmen diesen Vorschlag als Zeichen dafür, daß die Arbeitgeber beabsichtigten, die sozialen Rechte, die bisher für die Arbeitnehmer in diesem Sektor erworben wurden, abzubauen. Da der bisherige Tarifvertrag im Herbst 2010 auslief, fand am 26. Oktober 2010 die erste Sitzung der Erneuerungsverhandlungen statt. Bei vorübergehender Entlassung (z.B. Mangel an Aufträgen oder schlechtem Wetter) werden die gegenseitigen Vertragspflichten nicht vollständig ausgesetzt, aber Tarifverträge oder Arbeitsverträge können Kurzarbeit mit entsprechenden Lohnkürzungen vorsehen. Eine solche Maßnahme kann jedoch nicht einseitig vom Arbeitgeber angeordnet werden. Im Oktober 2010 trafen sich die Sozialpartner im Bankensektor, um über die Erneuerung ihres Tarifvertrags zu verhandeln. Vor Beginn der Gespräche hatten die Arbeitgeber bereits angekündigt, einige Aspekte der Vereinbarung, die von allen Parteien zunehmend als selbstverständlich angesehen worden waren, wie automatische Gehaltserhöhungen für das Dienstalter und nicht für Verdienste, drastisch zu ändern.

Die Gespräche waren schwierig, und es dauerte fast sechs Monate, bis ein neues Abkommen geschlossen wurde. Die Tarifverhandlungen sind durch das Tarifvertragsgesetz geregelt, das jedoch keine bestimmte Struktur der Tarifverhandlungen vorschreibt. Im Allgemeinen ist Arbeitszeit definiert als die Zeit vom Anfang bis zum Ende der Arbeit ohne Pausen (Sek. 2 Abs. 2 Para1 WTA und 4 Abs. 1 (YWPA). Die gesetzliche Arbeitszeit beträgt 8 Stunden pro Tag, mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen, die normalerweise als Ruhezeit vorgesehen sind (Abschnitte 3 und 9 WTA). Die gesetzliche Wochenarbeitszeit beträgt somit 48 Stunden, wird aber in vielen Fällen durch Tarifverträge auf 38,5 bis 35 Stunden reduziert.

1999 betrug die durchschnittliche vereinbarte Arbeitswoche 37,4 Stunden in Westdeutschland und 39,2 Stunden in Ostdeutschland (Quelle: Bundesarbeitsministerium ). Die tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden darf nicht überschritten werden, wenn es sich um werdende und stillende Mütter handelt (S. 8 MPA). Gleiches gilt für Arbeitnehmer oder Auszubildende unter 18 Jahren (Art. 8 YWPA). Außerdem gilt ein Arbeitsverbot für junge Arbeitnehmer am Samstag (S. 16 YWPA). Bevor im Herbst 2010 die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag im Bankensektor begannen, kündigte die Luxemburger Bankiervereinigung (ABBL) an, die Philosophie, die die Arbeitsbeziehungen des Sektors seit Jahren beherrscht, grundlegend ändern zu wollen. Eines der Hauptziele der ABBL bestand darin, automatische Gehaltserhöhungen auf der Grundlage des Dienstalters in Frage zu stellen und das System durch eine leistungsorientierte Politik zu ersetzen. Die Spannungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften waren so groß, dass die Aussicht auf eine Einigung in weiter Ferne zu liegen schien.

Das Online-Magazin PaperJam bezeichnete die Diskussionen (auf Französisch) als “Dialog der Gehörlosen”. Ein Streik kann ausschließlich von einer Gewerkschaft ausgerufen werden. Es kann nur als letztes Mittel verwendet werden, wenn andere Mittel zur Erzielung einer Einigung, insbesondere das Schiedsverfahren, erschöpft sind (Grundsatz der Vergänglichkeit). Die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände haben sich größtenteils freiwillig auf die Pflicht geeinigt, vor einem Arbeitskampf verfahren zu sein, auch wenn es kein obligatorisches staatliches Schiedsverfahren gibt. Für ein solches Verfahren wird eine neutrale Person ernannt, die mit der Harmonisierung der umstrittenen Forderungen betraut ist. Ist ein Betriebsrat vorhanden, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, ihn vor jedem Kündigungsfall entweder mit oder ohne Vorankündigung zu konsultieren, auch wenn die Antwort des Rates für den Arbeitgeber nicht bindend ist.

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